Divertikel sind Ausstülpungen der Darmschleimhaut. Sie sind keine Neubildungen und können daher nicht entarten. Es wird davon ausgegangen, dass ein erhöhter Druck im Darm über die Jahre die Ausstülpung der Darmschleimhaut aus dem eigentlichen Muskelschlauch der Darmwand begünstigt. Das Vorliegen von Divertikeln nimmt daher mit dem Alter zur. Am häufigsten sind diese im linksseitigen Dickdarm, dem sogenannten Sigma gelegen. Es dient als Reservoir des Stuhles vor dem Enddarm. Das Vorhandensein von Divertikeln wird Divertikulose genannt und ist zunächsteinmal ein Befund und keine Erkrankung. Divertikel können grundsätzlich im gesamten Magen-/Darmtrakt auftreten.

Divertikel können aber ganz spezielle Beschwerden hervorrufen die sich meist mit Schmerzen im linken Unterbauch, Entzündungs-Zeichen im Blut oder Fieber in Verbindung bringen lassen. Hier spricht man dann von einer Divertikulitis (Divertikel-Entzündung).

Die sogenannte Divertikulitis kann sehr unterschiedliche Ausprägungen annehmen. Diese Ausprägungen reichen von einer spontanen Heilung ohne weitere Maßnahmen bis hin zum Darmdurchbruch mit Bauchfellentzündung. Im letztgenannten Fall ist eine Operation unumgänglich.

Blutungen aus dem Magen Darm Trakt sind ebenfalls aus dem Bereich von Divertikel möglich und zeigen sich oft schnell durch Beimengungen von Blut zu Stuhlgang oder spontan.

Die Diagnostik schließt je nach Schweregrad die Durchführung einer genauen körperlichen Untersuchung, Blutuntersuchungen und Bildgebung mit ein. Hier kommen in der Akutphase vor allem der Ultraschall und die kontrastmittelverstärkte Computertomographie zum Einsatz.

Im späteren Verlauf sollte immer eine Darmspiegelung (Koloskopie) erfolgen, um die Diagnose zu sichern, Komplikationen auszuschließen und andere Erkrankungen (besonders Vorstufen von Darmkrebs) nicht zu übersehen.

Die Divertikel-Erkrankung selbst ist gutartig. Sie tritt jedoch gehäuft in der Altersgruppe ab 50 Jahren auf, in der die Häufigkeit des Darmkrebs auch zunimmt.

Das Spektrum der Behandlung reicht vom einfachen Abwarten unter körperlicher Schonung und ggf. Stuhlregulation bis hin zur notfallmäßigen Operation. In den allermeisten Fällen kann die Entzündung aber konservativ d.h. zuwarten und ggf. der Gabe von Antibiotika beherrscht werden. Hat sich eine Eiteransammlung (Abszess) gebildet muss diese je nach Größe und Lage mit einem Wundschlauch (Drainage) versorgt werden. Wenn ein Durchbruch in die Bauchhöhle vorliegt, muss diese Bauchfellentzündung mittels einer Notoperation beseitigt werden, da sonst Lebensgefahr besteht.

Wiederholt sich die Divertikulitis in regelmäßigen Abständen und führt dabei zu Komplikationen muss mit dem Patienten auch die geplante Entfernung des betroffenen Darmabschnittes per Operation (Sigmaresektion) besprochen werden. Hier sind wir gerne Ansprechpartner für diese individuelle Entscheidung.

Wiederholte Entzündungen (sogenannte „Schübe“) können zu Engstellen (Stenose) des Darmes führen, die ebenfalls unter Umständen operativ entfernt werden muss Daher empfehlen wir die Nachsorge bei wiederholten Entzündungen per Dickdarmspiegelung (Koloskopie). Sie dient gleichzeitig der Darmkrebsvorsorge.






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