Ein Darmverschluss (Ileus) ist der gestörte Transport von Darminhalt. Dieser kann durch eine Darmlähmung entstehen (paralytischer Ileus). Häufig liegt aber auch ein mechanisches Hindernis vor (mechanischer Ileus). Hier sind Tumore oder Verwachsungen die häufigste Ursache. Neben der fehlenden Stuhlpassage kann auch eine eingeschränkte oder fehlende Durchblutung des betroffenen Darmabschnittes vorleigen. Der mechanische Darmverschluss bedarf daher einer notfallmäßigen operativen Therapie.

Darmverschlüsse sind gekennzeichnet durch fehlenden Stuhlgang und oft nachfolgendes Erbrechen. Im Fall des mechanischen Ileus sind Krämpfe (Koliken) des Darmes typische Symptome. Sie verursachen wechselnde starke Bauchschmerzen. In einigen Fällen liegen die Symptome nur für wenige Stunden vor (Schlagartiger Beginn mit Erbrechen), in anderen Fällen ist die Passage über mehrere Wochen eingeschränkt (fehlender Appetit, Gewichtsabnahme etc.). Liegt die Engstelle im Mastdarm sind Veränderungen der Form des Stuhlganges (Bleistiftstühle) ein häufiges Zeichen.

Neben der körperlichen Untersuchung und der Darstellung des Darmes per Ultraschall ist regelmäßig die kontrastmittelgestützte Computertomographie die aussagekräftigste Untersuchung zum Nachweis oder Ausschluss eines Darmverschlusses. Hier kann neben dem Darmverschluss selbst oft auch bereits die Ursache festgestellt werden.

Wie oben beschrieben bedürfen mechanische Ursachen (Stenosen, Tumore, Verwachsungen) wegen der Gefahr der gestörten Darmdurchblutung einer notfallmäßigen Therapie.

Je nach Befund kann bei unklaren Befunden ein konservativer Therapieversuch unter stationärer Überwachung durchgeführt werden.

Die Operation findet unter Vollnarkose per Bauchspiegelung oder Bauchschnitt statt. Sie hat neben der Behebung des Darmverschlusses vor allem auch die Beseitigung der Ursache zum Ziel. Erkrankte Darmabschnitte können falls nötig in gleicher Sitzung entfernt werden. Die Anlage eines künstlichen Darmausganges ist selten und speziellen Ursachen oder Komplikationen des Darmverschlusses vorbehalten.

Eine spezielle Nachsorge ist generell nicht erforderlich. Sie richtet sich nach der zugrundeliegenden Ursache des Darmverschlusses. Es ist uns wichtig darauf hinzuweisen, dass es keine sinnvollen „vorbeugenden“ Operationen oder Spiegelungen zur Verhinderung von Darmverschlüssen gibt, wie sie in manchen Fällen Patienten in Aussicht gestellt werden.






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