Mit etwas über 60.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland, nimmt der Darmkrebs eine sehr große Rolle in der Darmchirurgie ein. Viele Fälle von Darmkrebs sind heilbar, entscheidend ist die frühe und konsequente Behandlung. Hierzu sind oft verschiedene Spezialdisziplinen der Gastroenterologie, Onkologie und Chirurgie notwendig.

Aus diesem Grund ist die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie federführend bei der Organisation des zertifizierten Darmkrebszentrum des Tumorzentrums Freiburg CCCF. Herr OA PD Dr. med. H. Neeff ist Leiter des zertifizierten Darmkrebszentrums.

Darmkrebs geht zumeist von der Schleimhaut des Dickdarmes aus. Hier haben sich - meist aus Vorstufen, sogenannten Polypen – bösartige Zellverbände (Tumore) gebildet die unkontrolliert wuchern können. Das Gefährliche ist, das diese Tumore direkt im Darm zu Schäden führen (Verengungen, Blutungen) aber auch im Körper streuen können. Diese Streuung wird Metastasierung genannt. Metastasen betreffen beim Darmkrebs oft die Leber und die Lungen.


Darmkrebs hat „viele Gesichter“, sodass Symptome unterschiedlich oder gar fehlend sein können. In jedem Fall sind Blutauflagerungen und Beimengung im Stuhl IMMER ein Alarmzeichen. Genauso die dadurch hervorgerufene Blutarmut (Anämie), die auch unbemerkt entstehen kann und nur bei Laborkontrollen nachzuweisen ist.

Zusätzlich geben viele Patienten Veränderungen der Stuhlgewohnheiten an. Diese Veränderungen sind vielfältig und reichen vom Durchfall bis zur Verstopfung.

Darmkrebs tritt in den allermeisten Fällen im Dickdarm auf.

Die uneingeschränkt beste Diagnostik zum Ausschluss von Darmkrebs (Karzinom) ist die komplette Dickdarmspiegelung. Sie ist heute ein sehr komplikationsarmes, ambulantes Verfahren, bei dem die Patienten schlafen können. Es gilt darüberhinaus als erwiesen, dass die frühzeitige Dickdarmspiegelung (das bedeutet bei jedem Menschen zumindest einmal ab dem 55. Lebensjahr) Darmkrebs durch die rechtzeitige Beseitigung von Vorstufen (Polypen) verhindern kann. Sie ist daher als echte Vorsorgeuntersuchung, die vollumfänglich von den Krankenkassen erstattet wird, von unschätzbarem Wert. Die Dickdarmspiegelung wird unterstützt von Tests auf „verborgenes Blut“ im Stuhl (Hämoccult Test), die von den Krankenkassen bereits ab dem 50. Lebensjahr übernommen werden. Blutbeimengungen im Stuhl rechtfertigen in jedem Lebensalter die Dickdarmspiegelung.

Bei Nachweis eines Darmkrebses (Karzinom) durch den Pathologen werden zusätzliche Untersuchungen (Computertomographie, CT oder Kernspintomographie, MRT) durchgeführt, um das genaue Stadium der Erkrankung zu erfassen.

Die Behandlung von Darmkrebs umfasst eine Vielzahl von Möglichkeiten von der Chirurgie über medikamentöse Therapie und z.B. Bestrahlung.

Die Therapieform wird immer individuell an das vorliegende sogenannte Tumorstadium angepasst.

In der Regel kommt heute immer eine Kombination von Behandlungsverfahren zum Einsatz. Von zentraler Bedeutung ist hierbei die Chirurgie, dem einzigen Verfahren, das Darmkrebs heilen kann. Darmkrebs ist in verschiedenen Stadien heilbar, zunehmend auch in Fällen bei denen sich bereits Metastasen gebildet haben.

Da anatomisch große Unterschiede zwischen den Abschnitten des Dickdarmes bestehen, gibt es keine einzelne „Darmkrebsoperation“. Das Verfahren der Chirurgie und der ggf. notwendigen Vorbehandlung wird daher immer individuell auf das genaue Tumorstadium bzw. den Ort der Tumorentstehung abgestimmt.

Von großer Bedeutung ist heute die Möglichkeit verschiedene Darmkrebsformen durch sogenannte minimalinvasive Chirurgie (Knopfloch- oder Schlüssellochchirurgie) zu behandeln. Die Anlage eines künstlichen Darmausganges ist Sonderfällen vorbehalten.

Da dem Körper vielfältige Möglichkeiten zum Ausgleich des entfernten Darmabschnittes zur Verfügung stehen, ist die Erholung nach der Operation heute deutlich schneller zu erwarten als früher. Unsere Patienten werden hierbei gezielt bereits vor und während der Narkose auf die Operation vorbereitet, um eine schnelle Funktionsaufnahme des Darmes nach der Operation zu gewährleisten (Fast Track Konzept).

Durch die Zusammenarbeit mit den Kollegen der interdisziplinären Endoskopie der Medizinischen Klinik II können wir Ihnen am zertifizierten Darmkrebszentrum ebenfalls Behandlungsmethoden anbieten, durch die in speziellen Fällen eine „klassische“ Operation vermieden werden kann. Der Befund wird hier im Rahmen einer speziellen Darmspiegelung entfernt, ohne dass äußere Narben entstehen.

Beim Darmkrebs (Karzinom) ist die Nachsorge von allerhöchster Bedeutung. Zum einen verhindert sie ggf. die Ausbildung neuer bösartiger Tumore durch deren frühzeitige Entdeckung, zum anderen sind die Möglichkeiten der Behandlung bei neu aufgetretenen Tumoren nach erfolgreicher Behandlung des „Ersttumors“ (Primärtumor) besser, je früher sie eingeleitet werden.

Die Nachsorge entspricht dabei den Prinzipien der Vorsorge (komplette Dickdarmspiegelung) und wird ergänzt durch Bildgebende Verfahren der Radiologie wie Ultraschall, Röntgen und Computertomographie.






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