Ein Darmdurchbruch (Perforation) ist ein akut lebensbedrohliches Krankheitsbild, welches einer notfallmäßigen chirurgischen Therapie bedarf. Am besten bekannt sind Perforationen bei der akuten Blinddarmentzündung (Appendizitis), gefolgt von Perforationen im Rahmen einer Sigmadivertikulitits (LINK AUF DIVERTIKULITITS). Der austretende Stuhlgang löst eine Bauchfellentzündung (Peritonitis) aus, die nachfolgend eine lebensbedrohliche Blutvergiftung (Sepsis) verursacht.

Verletzungen des Darmes im Rahmen einer Darmspiegelung sind sehr selten.

Bei allen Formen eines Darmdurchbruches (Darmperforation) sind akut auftretende, stärkste Bauchschmerzen das Hauptsymptom. Diesen folgen Zeichen einer Entzündung wie Fieber und Kreislaufversagen. Die Schmerzen sind meist so stark, das umgehend ein Arzt aufgesucht wird bzw. die Einweisung in eine Klinik erfolgt. Ausnahme sind hier sogenannte „gedeckte Perforationen“, die zunächst vom Körper selbst geheilt werden und daher nicht unmittelbar zur Bauchfellentzündung (Peritonitis) führen.

Die körperliche Untersuchung und damit der Nachweis einer Bauchfellentzündung ist oft wegweisend. Der definitive Nachweis oder Ausschluss einer Perforation ist schlussendlich nur durch eine Röntgenuntersuchung (z.B. kontrastmittelgestützte Computertomographie) oder eine Operation zu führen. Gedeckte Perforationen können nur durch bildgebende Verfahren diagnostiziert werden, da hier Symptome der Bauchfellentzündung (Peritonitis) fehlen können.

Eine Perforation des Darmes benötigt in der Regel eine notfallmäßige chirurgische Therapie unter Vollnarkose.

In speziellen Fällen kann heute eine endoskopische Versorgung erfolgen. Ziel ist wenn möglich die Verhinderung oder, falls bereits vorhanden, die frühzeitige Behandlung einer Bauchfellentzündung. Sie ist für die Prognose entscheidend. Die Therapie wird durch die Anwendung von Antibiotika unterstützt. Ein Verschluß der perforierten Stelle und eine Säuberung der Bauchhöhle ist aber die allerwichtigste Maßnahme.

Eine spezielle Nachsorge ist generell nicht erforderlich. Sie richtet sich nach der zugrundeliegenden Ursache des Darmverschlusses.






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